07   Jun

Borreliose – Folgen eines Zeckenbisses – Symptome und Behandlung

Nicht immer bleibt ein Zeckenbiss ohne Folgen. Durch einen Zeckenbiss, können die sogenannnten Borrelien Bakterien in den Körper des Menschen übertragen werden und eine Infektionserkrankung wie Borreliose oder Lyme-Krankheit auslösen.

Erstmals wurde diese Krankheit in den Siebziegerjahren in der Kleinstadt Lyme im US-Bundesstaat Connecticut beschrieben, woauf die Bezeichnung (Lyme-Borreliose) zurückzuführen ist. Bei der Ansteckung tritt als erster Infektionshinweis meist ein Erythema (Wanderröte) auf.

 

Im Verlauf von Wochen bis Jahren können sich die Bakterien über den ganzen Körper verteilen und Organe mit Haut, Gelenke, Augen, Hern, Hirnhaut und Nervensystem befallen, die sehr unterschiedliche und schwere Krankheitsverläufe bilden können.

 

Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr in den Südlichen Ländern, weil dort die geborgene Wärme und Feuchtigkeit zur richtigen Ausbreitung dieser Tiere liegt. In Süddeutschland sind bis zu 50% der Zecken mit diesem Erreger verseucht.

 

Ursache:

Diese Krankheit wird meist durch die kleinen unscheinbaren Zecken (Holzböcke) übertragen. Zecken sind die Hauptträger der Lyme Borreliose.Diese Tierchen leben im Wald, in Sträuchern und hohen Gräsern. Mit ihrem Speichel können diese Zecken nur in der Frühsommer Zeit die sogenannten Enzephalitis (FSME) oder Ehrlichiose, sowie Borreliose übertragen.

 

Wichtig zu wissen ist, dass eine Zecke direkt nach Biss entfernt werden sollte. Denn je länger eine Zecke in der Haut des Menschen stecken bleibt, umso höher ist das Risiko der Ansteckung .

Bei der Borreliose werden nach der Giftverteilung der Zecken alle Organe, sowie Gelenken und Bindegeweben befallen. Dabei können verschiedene Symptome (die eher unspezifisch erscheinen) auftreten. Im weiteren Verlauf  kann sich der Erreger weiter im Körper ausbreiten und die Symptome können die Gesichtsmuskulatur angreifen.

 

Symptome:

Bei der Borreliose werden eine breite Palette unterschiedlicher Erscheinungsformen hervorgerufen. Bei den Symptomen nach einer Ansteckung mit Borreliose unterscheidet man drei Stadien, die sich nach einander so entwickeln, wie sich der Erreger im Körper des Betroffenen verteilt.

 

Erstes Stadium:

  • Hauveränderungen, Hautrötungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Gefühlsstörungen /Schwankungen
  • Augenentzündung
  • Gliederschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Fieber
  • Lähmungserscheinungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im zweiten Stadium verbreitet sich der Erreger im gesamten Körper und kann auslösen:

  • Grippale Beschwerden (Fieber, Husten, Schnupfen, Übelkeit, Erbrechen…)
  • Lähmungen in der Gesichtsmuskulatur
  • Nervenschmerzen
  • Entzündungen an den Gelenken (Lyme-Arthritis)

 

Im weiteren Verlauf  können dann Erkrankungen auftreten:

  • Herzmuskelentzündungen
  • die o.g. Symptome verschlechtern sich deutlich
  • Hirnhautentzündungen
  • irreversiblen Nervenschädigung

 

Vorbeugung:

Die Zecken, die diese Borreliose übertragen, sollten vermieden werden! Für solch eine Ansteckungsgefahr sind besonders Radfahrer, Wanderer, Förster und weitere Personen, die sich viel in der Natur aufhalten gefährdet.

 

Dabei ist es wichtig darauf zu achten, lange Kleidung zu tragen, sowie evtl. Insektenschutzmittel auftragen, um die Zecken von der Haut fernzuhalten.

Nach jedem Spaziergang etc. ist es wichtig, den Körper zu untersuchen (von Kopf bis Fuß), und bei gefundenen Zecken diese gleich mit der richtigen Anwendung zu entfernen (Pinzette).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behandlung:

Sollten Sie nach einem Zeckenbiss (zwischen 1 Stunde und  3 Wochen) seltsame Symptome, oder eine Grippe bei sich verspüren, ist es Ratsam, dies mal von Ihrem Arzt untersuchen zu lassen, um zu schauen, ob Sie vielleicht von der Borreliose erfasst wurden.

 

Zunächst wird eine Diagnose gestellt, was sich recht schwer durchführen lässt, da die Labore dieses Bakterium nicht mit hoher Zuverlässigkeit nachweisen können. Auch nach Jahren kann ein Borreliose Antikörper noch im Blut des Betroffenen gefunden werden, ohne das Infektionen ausgelöst werden.

 

In den ersten beiden Stadien (wie oben aufgelistet), ist die Borreliose heilbar, wenn ein ausreichendes Antibiotika über einen längeren Zeitraum verabreicht wurde. Bei etwa 10 bis 35% der Fälle bleibt die Therapie erfolglos und muss mehrmals durchgeführt werden.

 

Das Dritte Stadium der Therapie bleibt allerdings schwer therapiebar.

 

Wichtig ist, dass Sie die Zecke, nachdem Sie gebissen wurden, aufzubewahren, um bei später auftretenden Folgen mit diesem Holzbock eine Nach-Analyse im Labor durchführen zu können! Dies kann entscheidende Wirkungen auf die Behandlung legen, da man schneller weiß, mit welchem Bakterium man es zu tun hat, und wie vorgegangen werden muss.

 

 




Post a comment

Name: 
Email: 
URL: 
Comments: