Jährlich erkranken ca. 27.000 Frauen und 20.000 Männer an einer Darmkrebserkrankung. Diese Krebsart gehört neben Brustkrebs (Frauen) und Prostatakrebs (Männern) mit zu den häufigsten und bösartigsten Krebserkrankungen in der Menschheit. Mit dem zunehmendem Alter, steigt das Risiko der Erkrankung immer mehr an.
Ursache:
Bei der Erkrankung an Darmkrebs, deutet es meist auf die Erkrankung des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom) hin, wobei der Krebs in den häufigsten Fällen von der Darmschleimhaut ausgeht.
Bis heute wurden die genauen Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs nicht geklärt. Es bleiben lediglich nur Faktoren, die das Risiko dieser Krebsart erhöhen.
Darmkrebs kann durch z.B. eine erbliche Veranlagung entstehen, welche sich alsfehlende Erbinformation in den Darmschleimhautzellen ausgibt. Diese Fehlinformation kann sich im Laufe des Lebens bei der Regeneration der Darmschleimhaut weiterbilden. Die Darmschleimhaut bildet sich ca. alle 5-7 Tage wieder neu, sodass die gewebe-bildenden Zellen sich sehr schnell vermehren können.

Eine ungesunde und falsche Ernährung kann ebenso eine Ursache von der Darmkrebs-Entstehung sein. Das Risiko wird durch faserarme Kost, durch Beta-Carotin-Mangel, Vitamin-E Mangel, übermäßigem Rohfleischverzehr, Rauchen und Alkohol stark erhöht.
Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Brustkrebs, Krebs im Eierstock, oder Gebärmutterkrebs können im höheren Alter ein höheres Risiko für Darmkrebs birgen.
Symptome:
Die bestehenden Darmpolypen wachsen im Laufe von Jahrzehnten sehr langsam heran. Das für die Erkennung von Darmkrebs wichtigste Symptom, ist das Vorkommen von Blut im Stuhl, welches den Stuhl rot oder Schwarz färben lässt.
Weitere Anzeichen können sein:
- plötzlich veränderte Stuhlgewohnheiten
- häufige Verstopfung, Durchfall
- krampfartige Bauchschmerzen
- Blutarmut (Anämie)
- Gewichtsverlust
Mit der Zeit können bösartige Wucherungen in den Darm hineinwachsen und zu häufig auftretenden Verstopfungen, sowie letztendlich zum Darmverschluss führen.
Dabei kann sich der Krebs weiter ausbreiten und auf die anderen Organe übergehen, wobei dessen Funktionen dann beeinträchtigt werden und lebensgefährliche Erkrankungen gebildet werden können.

Vorbeugung:
Bei Darmkrebs gibt es keine direkte Vorbeugung. Jedoch können Sie durch gesunde Ernährung, regelmäßigen Stuhlgang, ausreichende Sportliche Belastung, Vitamin Zunahme das Risiko verringern.
Ebenso sollten Sie Übergewicht, sowie Zigaretten- und Alkoholkonsum vermeiden.
Gehören Sie zu den Risikopatienten, bei denen Verwandte schon an Darmkrebs erkrankt sind, ist es wichtig, dass Sie sich regelmäßig von Ihrem Arzt auf verborgenes Blut untersuchen lässt, um spätere Folgen möglicherweise im jungen Stadium schon ausschließen zu können.
Behandlung:
Zunächst ist eine gründliche Untersuchung zur Erkennung von Polypen oder Krebsgeschwülsten durchzuführen. Dafür wird eine Darmspiegelung, zur Unterscheidung des Mastdarms (Rektoskopie) und eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) gemacht. Durch diese Spiegelungen können Tumore und Polypen, sowie die Darmschleimhaut-Veränderungen erkannt werden.
Anhand einer weiteren Röntgenuntersuchung, können Veränderungen dank eines Kontrastmitteleinlaufs aufgespürt werden.
Eine Blutuntersuchung kann bei einer Diagnose von großem Nutzen sein, da sich Substanzen von einem Tumor im Blut zeigen.
Viele der gutartigen Geschwülste können durch ein sogenanntes Darmrohr (Koloskop) relativ einfach entfernt werden. Doch je nach dem, wie sich der Krebs verbreitet hat und evtl. schon ein Verdacht auf einen bösartigen Tumor besteht, stehen mehrere
Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:
- Operative Entfernung: hierbei wird der gesamte Bereich, der vom Tumor betroffen ist (samt Lymphknoten und Lymphgefäßen) operativ entfernt
- Strahlentherapie: je nach dem um welche Art es sich handelt, wird eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie angewandt
- Chemotherapie: hierdurch soll das Zellwachstum und die Zellteilung gehemmt werden, meist wird diese Methode bei gebildeten Tochtergeschwülsten (Metastasen) angewendet, da chirurgische OP dabei nicht anwendbar ist
Nach einer Behandlung von Darmkrebs ist es wichtig, dass Sie die regelmäßigen Untersuchungen auf evtl. Neubildungen von Tumoren durchführen. Diese laufen in der Regel im 3-monatigem Abstand ab, je nach dem wie sich der Körper regeneriert hat, kann es auch längere Abstände geben.