31   Mai

Krampfadern (Varizen) – Ursache, Symptome, Behandlung und wie Sie richtig Vorbeugen können!

In Deutschland leiden ca. 80% der Bevölkerung unter Krampfadern. Krampadern bilden sich meist schon in den Jugendjahren oder erscheinen im frühen Erwachsenenalter. Dabei entstehen durch Bewegungsmangel oder Erbanlagen bläuliche Knötchen oberflächlich der Venen, meist an den Beinen. Durch den erschwerten Rücktransport des Blutes zum Herzen, liegt eine Schwäche der Venenwände oder Venenklappen vor.

 

Ursache:

Für die Enstehung von Krampfadern kann es mehrere Ursachen haben. Grundsätzlich werden Krampfandern in primäre und sekundäre Krampfadern geteilt.

 

Primäre Krampfadern:

Unter den primären Krampfadern werden die Krampfadern bezeichnet, die zum einen entweder aus Venen unter der Haut entstehen, oder aus Venen, die die oberflächlichen und tieferliegenden Venen verbinden (die Verbindungsvenen).

 

Krampfadern können durch eine Bindegewebsschwäche enstehen, sie können veerbt worden sein oder entwickeln sich einfach mit der Zeit. Bei der Bindegewebsschwäche können die in den Venen liegenden Klappen sich nicht mehr schließen. Die Venen transportieren das Blut zum Herzen zurück, wobei sie als eine Art Ventil arbeiten müssen. Aufgrunf der Verengung bei der Bindegewebsschwäche bleiben die Venen verschlossen und verhindern, dass das Blut zum Herzen wandern kann und blähen sich in den Klappen auf.

 

Durch einen langfristigen Rückstau des Blutes in den oberflächlichen Venen, dehnt die Venenwand sich zunehmend und es entstehen die sog. “primären Krampfadern”.

 

 

Sekundäre Krampfadern:

Die sekundären Krampfadern werden auch als sogenannte Varizen bezeichnet. Bei dieser Art wird der Blutfluss in den tiefer gelegenen Venen behindert. Evtl. durch Blutgerinnsel (Thrombosen), welche die tiefe Hauptvene des Beins verschließen könnte oder ein Tumor, der die Venen im Bauchbereich einengt.

Das Blut wird über andere Venen zum Herzen geführt, wodurch sich der Blutfluss erhöht und die Venen sich ausdehen. Dadurch können die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und das Blut staut sich und die sog. “sekundären Krampfadern” entstehen.

 

In den häufisten Fällen enstehen Krampfadern aufgrund:

  • einer vorliegenden Schwangerschaft (durch homonelle Umstellung)
  • durch eng anliegende Kleidung (verhindert den fließenden Blutkreislauf)
  • Bewegungsmangel (geringe Aktivierungskraft der Muskelpumpe)
  • langes Stehen
  • langes Sitzen

 

Symptome:

Die ersten Symptome und Anzeichen von Krampfadern zeigen sich bereits zwischen dem Jugendalter und dem frühen Erwachsenenstadium. Es bilden sich kleine bläulich, knotig verdickte Venen, die durch die Haut zu sehen sind.

Beim Fortschreiten der Krampfadern verspürt der Betroffene ein Schweregefühl in den Beinen. Über den Tag hinaus kann es sein, dass der Knöchel leicht anschwillt. Nächtliche Wadenkrämpfe sowie Schlafstörungen können ausserdem ein Warnsignal sein.

 

Diagnose:

Bei einem Verdacht auf Krampfadern, ist es Ratsam, es sich mal von einem Arzt anschauen zu lassen um evtl. eine frühzeitige Behandlung und Maßnahmen durchzugreifen. Dabei werden diagnostische Tests durchgeführt und die Funktionen der oberflächlich und tiefer liegenden Venen geprüft.

Dafür wird eine sogenannte Duplexuntersuchung durchgeführt, eine Kombination aus einer Sonographie (Ultraschalluntersuchung und einer Doppler-Untersuchung. Mithilfe diese Methode können krankhafte Venen farblich dargestellt erkannt werden. Durch eine zusätzliche Sonde wird angezeigt, wie die Fließgeschwindigkeit des Blutes durch die Venen ist.

Eine weitere Methode ist die Phlegbographie. Dabei werden jodhaltige Kontrastmittel in die Venen gespritzt und anschließend eine Röntgenaufnahme der Beinvenen vorgenommen. Nach der Entwicklung des Röntgenbildes zeigt sich, ob mit hilfe des Jods eventuelle krankhafte Veränderungen im Bild sichtbar sind.

 

Ebenso gibt es noch weitere Diagnosemöglichkeiten wie der Trendelenburg-Test, der Pratt-Test und der Perthes-Test.

 

Behandlung:

Die Behandlung der Krampfadern richtig sich je nach Schweregrad. Bei diesem Fall mit der Arzt entscheiden, welche notwendigen Maßnahmen getoffen werden müssen.

 

Da gibt es zum Beispiel:

  • Operation der Krampfadern
    • Bei den großen Venen (Stammvenen) wird meist eine Operation als Behandlung vom Arzt erwiesen. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten.
    1. die Stripping Methode: Stripping=Ziehen, dabei werden die Krampfadern mit einer Sonde aus dem Bein gezogen. Nach der OP werden Kompressionsstrümpfe für einige Zeit zum Tragen verschrieben
    2. Krossektomie: Dabei wird die Stammkrampfader durchtrennt, was den Rückstrom des Blutes verhindert. Danach Kompressionsstrumpfverschreibung (meist nur bei Älteren Menschen unter örtlicher Betäubung, da Vollnarkose Risiko zu hoch)
  • die Verödungsmethode (Sklerosierung)
    • kleinerer Krampfadern wie Besenreiser oder Seitenastvarizen können mit einer Sklerosierung problemlos entfernt werden. Von einer entferung von großen Krampfadern (Varizen) ist jedoch abzuraten, da diese häufig wiederkommen. Bei der Verödung wird eine spezielle Flüssigkeit gespritzt, die die Innenwand der Krampfadern verklebt und sich mit der Zeit zu einem bindegewebsatigen Strang entwickelt.
  • eine Kompressionstherapie
    • Bei der Kompressionstherapie (Kompression = Zusammendrücken) werden die Venen mit einem Kompressionsstrumpf (Stützstrumpf) zusammengedrückt, um das Blut schneller fließen zu lassen. Diese Strümfe werden Bein-Maßangefertigt und gehen über das Kniegelenk bis zum Oberschenkel. Diese sollten in der Regel auch bei Spaziergängen oder beim Sport getragen werden. Nachteil, hiermit lassen sich die Krampfadern nicht beseitigen.
  • einsetzbare Venenmittel
    • Bei geschwollenen und schweren Beinen können Venenmitel in Kapsel-oder Tablettenform verabreicht werden. Dadurch können die durch Krampfadern kommenden Beschwerden gelindert werden, da diese Venenmittel die Durchblutung steigern und dafür sorgen, dass die Gefäßwände weniger durchlässig werden. (Wirkstoffe wie Heparin, Tannin, sowie ätherische Öle werden für solche Behandlungen verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wichtig ist, dass Sie sich immer fit halten. Zur Vorbeugung und Linderung von Beschwerden an den Beinen, helfen Spaziergänge, körperliche Aktivitäten, Joggen, Radfahren, Schwimmen etc. um ihre Muskelpumpen anzuregen. Legen Sie ab und zu mal die Füße hoch, damit das Blut in Ihren Venen abfließen kann.





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