27   Mai

Querschnittlähmung – Was bedeutet diese Krankheit genau?

In Deutschland erleiden ca. 800 Menschen an den Folgen eines Unfalls eine Querschnittslähmung. Männer sind dabei im Durchschnittsalter von 40 Jahren häufiger betroffen als Frauen. Unter einer Querschnittlähmung bezeichnet man mehrere Symptome, die auf eine teilweise oder komplette Schädigung der Wirbelsäule mit Spinalisation (Unterbrechung der Nervenleitung im Rückenmark). Transversalsyndrom, Querschnittsyndrom, Querschnittläsion und Paraplegie sind weitere Bezeichnugen, die in der Medizin dafür angewandt werden.

 

Das Rückenmark muss man sich als Säule aus Nervengewebe gestützt vorstellen, das durch die Wirbelsäule geschützt wird. Es ist sozusagen das Hauptverbindungsorgan des Körpers für die Informationsübertragung zwischen Gehirn und allen Körperteilen. Außerdem reguliert es alle vitalen Funktionen, wie die Sexualfunktion,- die Atmungs,- Temperatur,- und Kreislauffunktion und die Blasen,- und Mastdarmfunktion. Durch eine Verletzung an der Wirbelsäule können die Funktionen eingeschränkt oder ganz aufgehoben, da es zu Einblutungen im Rückenmark kommen kann.

 

Ursache:

In den meisten Fällen ist die Querschnittslähmung die Folge eines Unfalls (Motorrad, Auto oder Sportunfälle), wobei die Wirbelsäule gebrochen wurde und Quetschungen des Rückenmarks auftraten. Ca 60% der Betroffenen leider unter Paraplegie, wobei der Rumpf- und Beinmuskulatur, gestörte Darm-, Blasen- und Sexualfunktionen auftreten. Querschnittslähmungen können allerdings auch durch Erkrankungen im Rückenmark wie Tumore entstehen, oder durch bestimmte Bandscheibenvorfälle oder durch einen offenen Rücken (Spina bifida).

 

Symptome:

Bei einer Querschnittslähmung sind die Lähmungen nach der Muskelfunktionalität und Nervensystemstörung die Symptome. Diese reichen aus um einen völligen Ausfall (“Plegie”) aller motorischen und sensiblen Funktionen zu verursachen. Je nach dem wie intakt das Rückenmarksegment ist, bestimmt es die betroffene Stelle der Querschnittslähmung. Eine Verletzung oberhalb des 4. Halswirbels wäre für den Betroffenen lebensbedrohlich, da in diesem Bereich es zu einem Atemausfall kommen kann.

 

Die Symptome einer Querschnittslähmung unterhalb der geschädigten Stelle am Rückenmark verursachen z.B.:

  • Sexualfunktionsstörung
  • Darmfunktionsstörung
  • Temperaturregulationsausfall
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • dauernde Unbeweglichkeit
  • Muskelverspannungen
  • Unterschenkelgeschwüre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behandlung:

Nach den Folgen eines Unfalls ist es wichtig, dass der Behandelnde Arzt zur genaueren Diagnose eine Kernspintomographie und Computertomographie durchführt.

Bei einer Querschnittslähmung müssen zunächst die Ursachen beschrieben werden, um mögliche Grunderkrankungen zuerst zu Therapieren. Nach der Verletzung muss schnellst möglich eine Behandlung folgen, um evtl. einigen Funktionen zu retten und wiederherzustellen. Dazu bekommt der Patient hochdosierte Medikamente und wird in eine Position zur Ruhigstellung gelagert.

Ziel der Behandlung ist es, das Rückenmark wiederherzustellen, damit der Patient nach bestimmter Zeit in mehreren Schritten seine Mobilität möglichst wiederherstellen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter folgende Maßnahmen könnten sein:

  • operative Entfernung von störendem oder auf das Rückenmark drückende Gewebe (Dekompressionslaminektomie)
  • operative Entfernung von Fremdkörpern und eventuellen Knochenstücken
  • Stabilisierung der Wirbel duch Stützvorrichtungen
  • strengste Bettruhe
  • Strecktherapie, damit die Wirbelsäule nicht verlagert wird

 

Die orthopädische und neurologische Rehabilitation dauert meist bis zu einem Jahr an. Anschließend werden weiter therapeutische Maßnahmen in einer ambulaten Klinik fortgeführt.

 

 




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