Als Quincke-Ödem werden akut auftretende Schwellungen an der Unterhaut, gennant auch (Angioödeme) bezeichnet, die mehrmals auftreten können. Sie sind vorwiegend im Bereich von Lippen und Augenliedern, sowie an Schleimhäuten des Rachenraums und der Zunge wiederzufinden. Die meisten Quincke-Ödeme enstehen meist erst im Erwachsenenalter, bei Kindern und Jugendlichen sind sie eher selten zu beobachten.
Bei den Quincke-Ödemen unterscheidet man zwei Arten:
- die angeborenen, und vererbbaren Quincke-Ödeme (hereditäre angioneurotische) – sehr selten vorkommend
- durch allergische Reaktionen (z.B. bei Nesselsucht – Urtikaria)
Ursache:
Diese Angioödeme können durch eine Unverträglichkeit auf z.B. Eiweißhaltige-Nahrungsmittel, Konservierungsmittel oder irgendwelche Zusatzstoffe in Lebensmitteln ausgelöst werden.
Bei dieser Krankheit, bzw. Vererbung liegt ein Mangel an eine bestimmten Protein im Körperhaushalt fest. So kann es sein, dass ein unkontrolliertes Enzym diese Schwellungen auslöst.

Symptome:
Die allergischen Reaktionen dieses Ödems zeigen sich innerhalb von wenigen Stunden. Im Bereich der Augenlieder, am Kinn, an Wangen, Lippen und Zunge beginnt eine blasse Schwellung mit Rötungen aufzugehen, ebenso können Körperteile wie Hände, Füße etc. betroffen werden. Diese Schwellungen weisen dabei keinerlei Juckreize aus, nur ein leichtes Druckgefühl.
Durch die angeborenen und vererbten Quincke-Ödeme (hereditäre) kann es zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall kommen.

Ein Quincke-Ödem kann genau dann lebensgefährlich werden, wenn es die Schleimhäutedes Rachenraums und den Halsbereich angreift und so eine akute Atemnot ausgelöst wird.
In den meisten Fällen jedoch klingt so ein Ödem meist nach wenigen Stunden wieder ab oder nach ein paar Tagen.
Behandlung:
Bei Beobachtung einer Schwellung im Gesichts und Halsbereich sollte sich es auf jeden Fall von einem Arzt angeschaut werden, da mögliche Folgen wie Atemnot auftreten könnten. Der Arzt erkennt meist sofort, dass es sich um diese Art von Krankheit handelt.
Durch eine Blutuntersuchung kann der Arzt feststellen, um welche Form es sich bei dem entsprechendem Patienten handelt.
Bei dieser auftretenden Krankheit kann im Normalfall ein entzündungshemmendes Medikament eingesetzt werden. Je nach dem, wie hoch der Schweregrad liegt, verschreibt der Arzt die entsprechenden Mittel ( wie z.B. Kortison, Antihistaminika, Kalzium oder Adrenalin).
Im Falle eines Allergie-Auslösers bekommt der Patient einen Allergiepass, indem festgehalten wird, welche Stoffe der Patient in Zukunft meiden sollte.