Heut zu Tage nehmen Verdauungsstörungen wie der Reizmagen immer mehr zu. Unter einem Reizmagen, bekannt auch als funktionelle Dyspepsie (griech. dys = Störung einer Funktion, pepsis = Verdauung), bezeichnet man eine Magenfunktionsstörung, die oftmals Magenbeschwerden, sowie beschwerden im Oberen Teil des Bauches auslöst. Man spricht heut zu Tage dann von einem sogenannten Reizmagen, wenn die Beschwerden mindestens bis zu 3 Monaten anhalten oder innerhalb weniger Wochen wiederholt bei dem Beroffenen aufgetreten sind.
Ursache:
Durch die Art und Weise unserer Ernährung, der mangelnden Bewegung kommen die Magenbeschwerden bei den Menschen immer häufiger zum Vorschein.Ein Reizmagen kann durch viele unterschiedlich Ursachen hervorgerufen werden.
Durch die körperlichen Ursachen wie:
- falsche Essgewohnheiten (scharf, fettig, mit künstlichen Bestandteilen)
- keine richtige Kaufunktion der Nahrung
- zu schneller oder verlangsamter Nahrungstransport
- durch Einnahme von Medikamenten
oder durch psychische Ursachen:
- wenn die Beschwerden vermehrt nur Tagsüber auftreten durch stressige Situationen
- bei Depressionen, Überforderung, Ängste, Krisensituationen

Durch die psychischen Ursachen liegt eine seelische Anspannung vor, dies verändert die Motorik der Magenmuskulatur und belastet den Magen. Die Betroffenen nehmen Ihre Beschwerden sehr sensibel wahr und sorgen sich darüber, eine lebensgefährliche Krankheit zu haben, was zu Verstärkung des Magenbeschwerden führt.
Symptome:
Die Symptome bei einem Reizmagen können bei jedem Betroffenen unterschiedlich auftreten.
Die häufigsten sind jedoch Symptome wie:
- Völlegefühl
- wiederkehrende chronische Schmerzen
- Druck im Bereich des oberen Bauches
- häufiges Sättigungsgefühl
- Magenkrämpfe
- Mundgeruch
- Verstopfung
- häufige Übelkeit
- Erbrechen
- Brennen im Magenbereich
- Appetitlosigkeit
- Brechreiz
Weiter Symptome, die für einen Reizmagen sprechen könnten, sind z.B.:
- Konzentrationsschwäche
- Schlafprobleme
- Kopfschmerzen
- Anspannung
- Schweißausbrüche
- Erschöpfung
- Rückenschmerzen
- Unruhe
- Schwindel
Solch ein Reizmagen kann inn den unterschiedlichsten Situationen beginnen. Er kann auftreten, wenn Sie hungrig sind, er kann nach der Nahrungsaufnahme sich verbessern oder wiederholt vorkommen.
Behandlung:
Sollten Sie bei sich ein Problem mit dem Magen bzw. Reizmagen festgestellt haben, ist es Ratsam einen Arzt aufzusuchen, der Sie untersucht. Dabei wird geschaut ob eine Magenschleimhautentzündung, oder eine Reizung der Speiseröhre durch Reflux vorliegt.
Zur genaueren Untersuchung wird eine körperliche Untersuchung, sowie eine Ultraschall und Magendarm-Spiegelung durchgeführt um zu schauen, ob hinter den Beschwerden vielleicht Sodbrennen, Gastritis oder eine Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür steckt.
Beobachten Sie die Situationen, in denen der Reizmagen auftritt genauer, vielleicht haben Sie wirklich nur psychische Faktoren wie Nervosität, Aufregung und Anspannung. Versuchen Sie ruhiger zu werden und entspannen Sie sich mal für einige Minuten.

Einige Tipps zur Selbsthilfe:
- Vermeiden Sie Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze und Zigaretten
- sorgen Sie für ausreichend Bewegung
- nehmen Sie mehr kleiner Mahlzeiten als eine große zu sich
- kauen Sie dabei langsam und mit viel Speichel
- vor jeder Mahlzeit einen lauwarmen Kamilletee trinken
- achten Sie besonders auf Ihre Flüssigkeitszunahme (mindestens 2 Liter am Tag)
Leiden Sie unter häufiger Anspannung, versuchen Sie es damit:
- versuchen Sie Ihren Gefühlen freien lauf zu lassen, schreiben Sie Ihre Gedanken auf
- machen Sie öfter mal Pause
- Enspannen Sie sich durch Atemtechnik (langsam und entspannt)
- versuchen Sie mit Stresssituationen klar zu kommen
