03   Jun

Scheidenentzündung – Jucken, und Brennen beim Wasserlassen? Was tun?

Heutzutage leidet in Deutschland jedes 3. weibliche Geschlecht an einer Scheidenentzündung. Bei einer Scheidenentzündung wird die Entzündung des Scheidenvorhofs (Vulva – Vulvitis) von der Scheidenentzündung (Vagina – Vaginitis) unterschieden. Häufig vorkommende Entzündungen im Scheidenbereich, können ein Anzeichen auf  Stress-oder psychische Konflikte im Sexualleben sein.

 

Ursache:


Scheidenvorhof-Entzündung (Vulvitis):

Bei der Vulvitis werden nochmal die primäre und die sekundäre Vulvitis unterschieden. Bei der primären Scheidenvorhofentzündung liegt die Ursache am Scheidenvorhof, während bei der sekundären Vulvitis durch eine Allgemeinerkrankung entsteht.

 

Primäre Vulvitis:

Die Ursache auf eine primären Scheidenvorhofentzündung kann durch mechanische, infektiöse und allergische Gründe entstanden sein. Dazu können zum Beispiel Unterwäsche aus synthetischen Materialien (wie Polyester etc.), sowie eng sitzende Kleidung (besonders Hosen), Waschmittel und Reinigunsutensilien, Intimlotionen, Intimsprays etc. gehören. Durch die Einnahme von Medikamenten, besonders bei einer Antibiotika-Behandlung, sowie schwefelhaltige Substanzen (Sulfonamide) etc. der Auslöser für eine Entzündung sein.

Ebenso kann sich im Rahmen einer Allgemeinerkrankung oder Infektion sogenannte Aphten bilden (schmerzhafte Geschwüre), sowie durch die Tripperinfektion kann diese Vulvitis hervorrufen.Eitrige Haarwurzeln, durch falsche Rasiertechniken, Pilzinfektionen, Infektionen mit Herpesviren (TypII) etc. können als Ursache in Frage kommen.

 

Sekundäre Vulvitis:

Die sekundäre Scheidenvorhofentzündung wid durch höher gelegene Genitalorgane verursacht, vorallem die Scheide. Diese Art der Vulvitis wird meist durch einen Hefepilz (Candida) verursacht. Ebenso können Ursachen wie Hautkrankheiten, Ekzeme, Schuppenflechte den Scheidenvorhof belasten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Scheidenentzündung (Vaginitis):

Bei der Vaginitis wird der pH-Wert untersucht. Dieser liegt zwischen 3,5 bis 4,5 sauer. Für diesen pH-Wert sind sogenannte Milchsäurebakterien verantwortlich, die zur normalen Keimbesiedlung der Scheide (Vaginalflora) beitragen. Das saure Scheidemillieu schützt die Scheidenschleimhaut vor Infektionen.

Durch eine langfristige Hormonzufuhr, Antibiotikatherapie etc. das Gleichgewicht der Vaginalschleimhaut angegriffen, können sich die Erreger vermehren und eine entzündliche Infektion auslösen. Diese Erreger können entweder Hefepilze (Candida albicans), Flügeltierchen (Trichomonaden) oder Darmbakterien sein.

Eine Vaginitis ist aber nicht nur auf Erreger zurückzuführen. Ebenso kann sie durch allergische Reaktionen wie z.B. auf Waschmittel, synthetische Stoffe, eng anliegende Kleidung, mangelnde Hygiene oder Chemikalien in Schwimmbädern (Chlor) verursacht werden und den Vaginalbereich stark reizen.

 

Symptome:

Die Symptome der Entzündungen sind bei der Vulvitis, sowie auch bei der Vaginitis recht gleich.

 

Dazu gehören:

  • vermehrter Ausfluss
  • brennender Schmerz (auch beim Wasserlassen)
  • Rötung und Schwellung an den Scharmlippen
  • eventuelle Bildung von Bläschen und Geschwüren
  • eventuelle Schwellung der Lymphknoten in der Leiste
  • Juckreiz im Bereich des Scheidenvorhofes

Bei der Scheidenentzündung (Vaginitis) ist vermehrt der weißlich auftretende Ausfluss zu beobachten, je nach dem kann dieser auch dickflüssig und bröselig sein. Und es treten zu dem noch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und bei manchen Bewegungen auf.

 

Behandlung:

Wenn Sie Beschwerden im Scheidenbereich haben sollten, und einige der oben aufgeführten Symptome Ihnen auch zuweisen, ist es Ratsam einen Besuch beim Gynakologen zu machen, um dies möglichst schnell behandeln zu lassen.

Der Gynälologe / Gynäkologin wird zunächst den Säuregehalt des Vaginalsekretes bestimmen. So kann der Arzt anhand des pH-Wertes eine bakterielle Ursache erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Je nach dem, um welchen Erreger es sich handelt, kann an dem Geruch festgestellt werden. Handelt es sich um eine Infektion mit Garderella vaginalis, dann riecht der Ausfluss fischig und ist dünnflüssig. Bei einer Infektion mit einem Hefepilz ist der Ausfluss weiß-krümelig und geruchsneutral.

 

Bei der Bakterienerkennung wird der Frauenarzt ein entsprechendes Medikament oder Mittel zur Beruhigung des Vaginalbereiches und ein bakterientötendes Mittel verschreiben. (Antibiotika, Zäpfchen, Salbe, Tablettenform)

Wichtig ist die Hygiene. Regelmäßig waschen, täglich 2x die Unterwäsche wechseln, nicht direkt mit Seife oder Shampoo waschen, sondern einfach mal nur mit  Wasser für ein paar Wochen. Eventuell das Waschpulver wechseln, oder weniger nehmen.

 

 

 




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