Scheidenkrebs tritt heut zu Tage sehr selten als Krankheit auf, viel mehr in Verbindung mit anderen übergreifenden Krankheiten wie Gebärmutterhalskrebs. Unter Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) bezeichnet man einen bösartigen Tumor der weiblichen Geschlechtsorgane, die ab dem 16. Lebensjahr vorkommen können.
Ursache:
Eine genaue Ursache für Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) ist bis heute noch unklar. Fest steht, dass die Humane Papilloma-Viren (HPV) ebenso wie bei Gebärmutterhalskrebs eine große Rolle für die Entstehung spielen. Diese Viren kommen besonders häufig bei Frauen im Genitalbereich vor.
Scheidenkrebs breitet sich über den Lymphweg im Körper aus und bildet sogenannte Lymphknotenmetastasen (Tochtergeschwülste) in den anderen Organen. Weiter bilden sich die Tumore in den Beckenlymphknoten und siedeln sich dann in den Leistenlymphknoten an.

Symptome:
In den frühen Stadien macht sich Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) nicht bemerkbar, sodass er sich ohne irgendwelche Symptome im Organismus weiter ausbreiten kann.
Die ersten auftretenden Anzeichen für Scheidenkrebs sind kleine nässende, schmerzhaft brennende und nicht heilende Hautverletzungen. Diese äußerlichen Hautverletzungen oder kleinen Anschwellungen werden vom Betroffenen meist nicht richtig wahrgenommen, erst bei blutigem Ausfluss oder bei einer Blutung beim Geschlechtsverkehr suchen die Erkrankten einen Arzt auf.
Weitere Symptome:
- Blutungen aus der Scheide
- Blutungen aus der Scheide nach Geschlechtsverkehr
- blutiger Ausfluss
- Kotabgabe über die Scheide
- Unterleibschmerzen
- probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang

Behandlung:
Sollten häufige Wunden und Schwellungen sowie Abschürfungen in Ihrem Scheidenbereich auffallen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen, um dies genauer untersuchen zu lassen.
Mithilfe einer Koloskopie (Lupe) kann die Scheidenhaut genauer darauf untersucht werden, ob irgendwelche Rötungen und kleinere Wunden vorliegen. Zur genaueren Diagnostik wird Ihr Frauenarzt eine Biopsie (Gewebeprobe) durchführen.
Je nach dem, welche Krankheitsursache vorliegt und in welchem Stadiuim sich eine Krebs- oder Tumorart befindet, werden Strahlentherapiemaßnahmen oder Operationen vorgenommen.
Bei der Operation wird der gesamte Tumor mit befallenen Lymphknoten vorsichtig entfernt, ohne dass irgendwelche Schäden an der Klitoris und am Scheidenausgang betroffen werden. Im schlimmsten Fall kann es sogar dazu führen, dass eine ganze Scheide entfernt werden, oder sogar aus dem Darmgewebe heraus neuaufgebaut werden muss.
Für alle Krebsarten und Tumorarten gilt, je früher sie erkannt werden, umso höher sind die Heilungschancen.