Heutzutage Schnarchen rund 60-75% aller Männer über 50 Jahren. Jedoch kann Schnarchen auch schon in den Jugendjahren beginnen. Es äußert sich durch laute Atemgeräusche der oberen Luftwege in der Nacht. Beim Schnarchen unterscheidet man die Störung des Atemrhytmus oder der Schlafqualität des Schnarchens mit der Aussetzung der Atmung für einige Sekunden.
In den meisten Fällen hängt das Schnarchen nicht mit einer Krankheit zusammen. Bei starkem Schnarchen kann die Versorgung mit notwendigem Sauerstoff gestört werden, aber in keinem Fall ein Risiko birgen.
Ursache:
In jeder Nacht erschlafft beim Menschen während des Schlafens die Muskulatur des Nasen- und Rachenraumes. Sind die oberen Luftwege durch eine vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandel oder durch eine verkrümmte Nasenscheidewand verengt, wird automatisch die Ströhmungsgeschwindigkeit der Atemluft erhöht, was wiederum den Druck im Rachenraum senkt.
Da der Rachen wie ein Muskelschlauch aussieht und aus 20 verschiedenen Muskelpaaren besteht, führt eine erschlaffte Muskulatur zum Kollaps des Muskelschlauches.

Beim normalen Schnarchen bleibt der Luftstrrom noch aufrecht, und die Rachen-und Gaumengewebe kollabieren nicht gesamt, sondern geben aufgrund der entstandenen Luftströme Vibrationen.
Beim Schnarchen gibt es noch die zweite Art des Schnarchens. Das apnoische Schnarchen, hierbei entsteht zeitweise ein kompletter Verschluss, wodurch kleine Atempausen eingebaut werden. Das Risiko am Schnarchen zu ersticken, ist relativ gering, da die verminderte Sauerstoffzufuhr direkt als Alarm zum Gehirn als sogenannte Weckreaktion gesendet wird.
Symptome:
Die Nachteile von diesen Schlafstörungen mit Atempausen kann sich am Tag durch Unausgeschlafenheit und körperlicher Erschöpftheit zeigen.
Ebenso gehören dazu:
- Konzentrationsstörungen
- Gedächtnisstörungen
- leichte Reizbarkeit
- Potenzprobleme (bei Männern)
Behandlung:
Jeder, der unter ständigem Schnarchen leidet, sollte zu einem Arzt gehen um mögliche Allergien und Behinderungen der Atemwege behandeln zu lassen.

Was Sie selbst gegen Schnarchen tun können:
- versuchen Sie abends früher schlafen zu gehen und vermeiden Sie Aufregung vor dem zubett gehen (Fernsehen, Computer etc..)
- reduzieren Sie bei Übergewicht ihr Gewicht bis zum Normalgewicht
- Schlafen mit erhöhtem Oberkörper reduziert das Schnarchen etwas
- lüften Sie regelmäßig Ihr Schlafzimmer, wechseln Sie alle 3 Wochen die Bettwäsche um die Milbenzahl gering zu halten
- für die Nacht wurden für Schnarcher spezielle Hilfsmittel erfunden, wie Kinnbinde, oder Aufbissschienen, sowie zur Nasenatmung helfende Nasenpflaster oder Nasenklammern
- zur abendlichen Beruhigung Tee trinken (Schlaf-und Nerventee), versuchen Sie Antihistaminika und Schlafmittel zu vermeiden
- versuchen Sie nach 18 Uhr nichts mehr zu Essen und keinen Alkohol zu trinken