Unter Tetanus bezeichnet man eine Infektionskrankheit, von der Weltweit ca. 50% der Fälle tödlich enden können, wobei darunter mehr Kinder als Erwachsene liegen. Das verursachende Bakterium Clostridium tetani kommt auf der ganzen Welt vor, besonders vermehrt vorallem in feuchtwarmen Gebieten mit schlechter Hygiene und Medizinversorgung. Heut zu Tage kommen in Europa nur sehr wenige Infektionen vor, da die meisten gegen Tetanus geimpft sind.
Der Erreger kann nach einer Infektion nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden, es besteht also keine Ansteckungsgefahr. Wichtig nach einer Tetanus-Infektion ist die Tetanus-Impfung, um vor weiteren möglichen Infektionen den Körper zu schützen.
Ursache:
Die Infektionskrankheit Tetanus wird durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht. Clostridien sind Stäbchenbakterien, welche im Boden ohne Sauerstoff leben und bei Verletzungen kleinster Wunden in den Organismus des Menschen gelangen. Diese Erkankung wird durch Giftstoff, die sogenannten Toxine verursacht, die von den Erregern produziert werden und vor allem das Nervensystem schädigen können. Das Gefährliche an diesem Erreger sind seine Toxine Tetanolysin und Tetanospasmin. Diese Substanzen können sich an die Nervenfasern binden und so in die Nerven gelangen. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 5mm pro Stunde bewegen sie sich Richtung Gehirn und Rückenmark.
Das Toxin Tetanolysin greift die roten Blutkörperchen an und bringt sie zum Platzen (Hämolyse).
Das Toxin Tetanospasmin bringt das Eiweiß dazu, sich im Rückenmark an der Verbindungsstelle zwischen Rückenmark und Nervenzellen, sich aufzulösen um so die Übertragung der Nervenimpulse zum Gehirn zu stoppen und die Muskelanspannung zu hemmen (Muskelkrämpfe).

Diese Bakterien lauern überall. Nach kleinen Verletzungen können sie durch Fremdkörper wie Holzsplitter, Dornen, Nägel, Glas etc. in die Wunden gelangen.
Symptome:
Durch die Infektion mit dem Gibt kann es zu Muskelkrämpfen der Kaumuskulatur, zur Muskelsteife sowie Schluckstörungen kommen. Nach einer Weile können auch Kreislaufstörungen und Atemprobleme sowie Muskelkrämpfe am ganzen Körper auftreten.
- Muskelkrämpfe (beginnend im Gesicht)
- Krampfhaftes Dauerlächeln (“Risus sardonicus”)
- Kiefersperre (“Trismus”)
- Schluckbeschwerden
- Nacken- und Rückenprobleme
- Atemprobleme
- evtl. Fieber
- Schweißausbrüche
- Durchblutungsstörung
- Lungenentzündung
Die Inkubationszeit für eine Tetanus-Infektion dauert zwischen 3 Tagen und 4 Wochen, ab der Zeit vom Eindringen der Erreger bis zu Auftreten erster Symptome. Ein Anzeichen für einen schweren Verlauf der Erkrankung ist das frühe Auftreten von Symptomen nach der Infektion.

Behandlung:
Als Schutz wird meist im Kindesalter bzw. im Säuglingsalter eine Impfung verabreicht, die im Laufe des Lebens ab und an wieder aufgefrischt wird. Bei eventueller Infektion kann ebenso eine Impfung stattfinden, wenn nicht klar ist, ob der alte Impfschutz noch ausreichend war.
Bei beginnenden Muskelkrämpfen, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Antikörper-Analyse des Blutes durchzuführen, um zu sehen, wie der Impfschutz noch wirkt und ob eine Infektion vorliegt.
Zur Behandlung einer Tetanus-Infektion wird die infizierte Wunde auf einer Intensivstation chirurgisch behandelt. Die entzündete Stelle wird entfernt und gereinigt. Der Patient bekommt ein Antiobiotika verschrieben, um die restlich verbliebenen Bakterien im Organismus abzutöten.

Um die Toxine unschädlich zu machen, bekommt der Patient eine Antikörper-Spritze gegen das Gift in den Muskel.
Hinweis:
Sollten Sie in ein feuchtwarmes Land mit schlechter medizinischer Behandlung reisen, schauen Sie zunächst einmal in Ihren Impfausweis, um mögliche Auffrischungsimpfungen nachzuholen.