30   Mai

Tierhaarallergie – die Auslöser, Symptome und Behandlung Ihrer Tierhaarallergie

In Deutschland leiden ca. 10% der Bevölkerung an einer Tierhaarallergie. Sie ist nach der Pollen- und Hausstauballergie die dritthäufigste Allergieart. Am meisten sind davon vorallem Tierhalter und Menschen die in einem Tierberuf arbeiten betroffen. Die Tierhaarallergie wird nicht direkt von den Tierhaaren ausgelöst, sondern durch die gelösten Eiweiße (Proteine), die bei den Tieren in den Hautschuppen, im Speichel, im Talg, Urin, Kot oder Schweiß vorkommen.

 

Ursache:

Bei der Tierhaarallergie liegt eine Fehlregulation des Abwehrsystems und des Immunsystems vor. Stoffe wie Hautschuppen, Speichel, Talg, Urin, Kot oder Schweiß der Tiere können das Immunsystem schon bei kleinster Annäherung dazu bringen zu reagieren. Diese Stoffe, die allergische Reaktionen verursachen, werden als Allergene bezeichnet.

 

In den meisten Fällen kommt eine Tierhaarallergie nach einmaligem Auftreten immer wieder vor. Eine Tierhaarallergie kann zu jeder Jahreszeit vorkommen.

Eine Tierhaarallegie kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein, und sich auf alle möglichen Tiere oder Stoffe wie z.B. auch auf Federbetten, Schafwolle etc. beziehen.

 

Besonders häufig jedoch fallen Tierhaarallergien bei Katzen und Hunden auf. Bei ihnen können die Stoffe in der Luft festgehalten werden, sodass diese Reaktionen über längere Zeiträume angehalten werden können. Eine Studie hat nachgewiesen, das Hundehaarallergiker meist eher auf kurzhaarige Hunde eine Allergie nachweisen, als auf langhaarige Hunderassen.

 

Symptome:

Bei einer bestehenden Tierhaarallergie treten meist nach wenigen Minuten, nach dem Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen, die Symptome auf.

 

Dazu gehören:

  • Juckreiz in der Nase
  • Niesreiz
  • evtl. Hautveränderungen (Hautrötungen, Pusteln, Ekzeme)
  • laufende oder verstopfte Nase
  • Halsschmerzen
  • tränende und juckende Augen

 

Sollte diese Tierhaarallergie anhalten, können Symptome vorkommen, wie:

  • Atemnot
  • Asthma Bronchiale
  • Schlafprobleme
  • Konzentrationsstörungen
  • Fieber
  • Schüttelfrost

 

 

Behandlung:

Wenn Sie festgestellt haben, dass Sie oder ihr Kind eine Allergie auf Ihr Haustier haben, was sich durch die oben beschriebenen Symptome vermuten lässt, ist es Ratsam einen Arzt aufzusuchen um mögliche spätere Folgen auszuschließen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Arzt kann anhand eines Allergietest nachweisen, ob eine Allergie auf welche Stoffe besteht.

 

Medikamentöse Behandlung einer Tierhaarallergie:

  • Antihistaminika (Spray, Tabletten, Tropfen)
  • antiallergische Augentropfen
  • Nasentropfen
  • Cortison (Spray, Tableteen)

 

Wichtig ist, dass Sie bei bestehender Tierhaarallergie die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

  • verzichten Sie auf eine Tierhaltung (worauf Sie allergisch reagieren)
  • kündigen Sie anderen an, ohne Haustiere (Hund) zu kommen
  • beim Kauf von Matratzen, Bettzeug und Dekoration darauf achten, aus welchen Stoffen Sie sind (vermeiden Sie Vogelfedern)

 

Wenn Sie ein Tier in Ihrem Haushalt haben, dass vermutlich die Allergie auslöst ist es wichtig:

  • nach jeder Berührung Hände gründlich mit Seife abspülen
  • regelmäßig Staubsaugen und Wischen
  • eigenen Schlafplatz für das Tier
  • regelmäßig Lüften und Bettwäsche wechseln
  • halten Sie nicht viele Staubfänger im Haus (Blumen, Vasen, Stofftiere etc.)
  • das Tier häufig kämmen und pflegen

 

 

 




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