Weltweit hat täglich jedes weibliche Geschlecht Ausfluss aus der Scheidenregion aufzuweisen. Ein Ausfluss beginnt meist in der Anfangszeit der Pupertät und kann bis in die Wechseljahre andauern. Die Ausfluss stärke verändert sich je nach Zyklus-Form. Er kommt besonders in der Zeit um den Eisprung herum vor, vor der Periode (Monatsblutung-Regel) oder während einer bestehenden Schwangerschaft.
Die Menge eines Ausflusses variiert von Frau zu Frau unterschiedlich.
Es gibt Frauen, für die große Mengen an Ausfluss als “Normal” empfunden werden, wobei wiederrum bei anderen ein leichter Ausfluss schon als Warnsignal angesehen wird.
Ursache:
Der Auslöser für den vaginalen Ausfluss liegt zu 90% in der Gebärmutter- oder Scheidenregion.
Infektions-Ursachen:
- durch Pilzinfektionen in der Scheide (Hefepilz Candida albicans) – verursacht weißen bröckeligen Ausfluss, mit Juckreiz und brennenden Schmerzen
- durch eine Infektion mit Trichomonaden - verursacht schaumigen, grünlichen Ausfluss
- durch Bakterielle Infektion der Gebärmutter, der Eilleiter und Eierstöcke (Chlamydien), (Gardnerella vaginalis – dünnflüssiger, fischriechender, gräulicher Ausfluss)

Weitere Ursachen:
- durch Stress und seelisch-körperliche Belastungen
- Geschwulste im Gebärmutter-oder Scheidenbereich
- durch Allergische Rekationen (Kondome, Latex, Leder, Intimlotione, Intimsprays, Gleitgele, Waschmittel, Stoffe)
- in der Scheide eingebrachte Fremdkörper (Tampons für längere Zeit)
- in der Schwangerschaftszeit (durch vermehrte Durchblutung der Scheide)
Symptome:
Das Auftreten und Auffallen von vaginalem Ausfluss kann von Frau zu Frau unterschiedlich sein.
Zu den häufigst auftrentenden Symptomen können gehören:
- unangenehmes und brennendes Gefühl beim Wasserlassen
- vermehrtes Wasserlassen (jede halbe Stunde/Stunde)
- Juckreiz und Schmerzen an der Scheide (innen/außen)
- gerötete, geschwollene und gereizte Scheiden-Schleimhaut
- starke Veränderung des Ausflusses (unabhängig vom Zyklus)
- farbliche Veränderung des Ausflusses (gelblich, gräulich, grünlich)
- weißlich, bröckelige Beläge am Scheideneingang
- übelriechender Ausfluss (meist fischiger Geruch)
Behandlung:
Sollten Sie an viel Ausfluss leiden, mehrmals täglich die Slipeinlagen oder Slips wechseln müssen, blutigen, oder gelblich, grünen und übelriechenden Ausfluss bei sich fesgestellt haben, rate ich Ihnen, dies von Ihrem Frauenarzt mal genauer untersuchen zu lassen.
Der Gynäkologe / die Gynäkologin, werden mit einem sog. Scheidenspiegel (Spekulum) den Ausfluss nach Farbe, Art, Menge und Geruch untersuchen. Ebenso wird der Säuregrad (pH-Wert) mit einem Teststäbchen geprüft (normaler saure Bereich unter 4,5).
Der Arzt wird aus der Scheide einen Abstrich entnehmen, um daraufhin mögliche verursachende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Trichomonaden zu analysieren.
Die Behandlungsmethode hängt von der genauen Ursache für den vaginalen Ausfluss ab. Handelt es sich bei dem Betroffenen um eine Infektion, werden Therapiemaßnahmen wie Scheidencremes, Scheidenzäpfchen oder Tabletten zu lokalen Methode verabreicht. Bei größeren Auswirkungen können auch Antibiotika oder Antipilzmittel verschrieben werden.
Der Frauenarzt empfiiehlt immer, eine solche Therpie für beide Sexualpartner durchzuführen, während der Behandlung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

Sollte der Frauenarzt ein Geschwulst etc. an der Gebärmutter oder am Eileiter entdeckt haben, wird diese meist durch eine Operation behandelt.
Sollte es sich um eine Allergische Reaktion (Waschmittel, Gleitgele, Kondome..) handeln, müssen Sie versuchen, diese Substanzen zu ändern oder zu vermeiden.
Vorbeugung:
Sie selbst können mithilfe von Joghurt-Tampons in der Scheide den Ausfluss lindern (Naturjoghurt). Er enthält Milchsäurebakterien, welche auch in der gesunden Scheidenflora vorkommen. Sie schützen die Scheide davor, Keime und Bakterien abzudrängen und milden den Ausfluss. Ebenso können Sie Rezeptfrei in Apotheken etc. Zäpfchen mit Milchsäurebakterien (Döderleinbakterien) kaufen. Nach einer Therapie ist solch eine Maßnahme sehr hilfreich und baut die natürliche Scheidenflora wieder auf.