Früher oder Später treffen die Wechseljahre auf jeden zu, bei dem einen kaum auffallend, den anderen aber sehr verändernd. Es ist sozusagen eine neue Lebenshälfte mit körperlichen und seelischen, sowie hormonellen Veränderungen des Körpers. Diese Wechseljahre gehören nicht wirklich zu einer Krankheit, jedoch hat man in den letzten Jahrend zunehmend bemerkt, dass etwa 60% der Frauen zwischen 45 und 57 Jahren unter einem klimakterischen Syndrom leiden.
Dazu gehören vorallem die Reizbarkeit, Nervosität, Leistungsabfall, Erschöpfung, Hitzewallungen, Gewichtszunahme, Darmbeschwerden, Herzbeschwerden, sowie Schlaf,-Gelenk,- und Muskelstörungen.
Ursache:
Ab der Pupertätszeit reifen in jedem Zyklus die Eierstöcke (Keimdrüsen) und viele befruchtungsfähige Eizellen in den Follikeln. Einer der Follikeln platzt (Eisprungzeit) und schwemmt die Eizelle in den Eileiter. Dabei bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf das Einnisten einer befruchteten Zelle vor. Bei einer Nicht-Schwangerschaft wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und die Regelblutung tritt wieder ein. Diese Prozesse werden durch die weiblichen Sexualhormone gelenkt.

Mit der Geschlechtsreife nehmen die Follikeln ab und es bleibt nur ein ganz normaler hormoneller Regelkreis vorhanden. Die Eisprünge bleiben im höheren Alter immer mehr aus, bis letztendlich auch die Östrogenproduktion immer weiter verlangsamt wird. Durch diese Veränderungen wird das komplette Hormonsystem und die Organe verändert.
Im höheren Alter stellt sich der Körper hormonell, mit der Verschwinden der Fortpflanzungsfähigkeit und der Verlust der Östrogen und Progesteronproduktion der Eierstöcke, um.
Symptome:
Überwiegend kündigen sich die Wechseljahre durch Veränderungen der Menstruation an. Das heißt, die Zyklen werden unregelmäßiger, Blutungen länger oder kürzer (sog. dysfunktionelle Blutung), zunehmende Trockenheit der Schleimhäute etc.
Die häufigsten Symptome während der Wechseljahre sind:
- unregelmäßigkeit und starke Veränderung der Menstruation
- Schlafstörungen
- Hitzewallungen
- Herzrasen
- Infektionen der Scheide
- Tockenheit der Scheidenschleimhäute
- Harnwegsbeschwerden
- Depressionen
- schnelle Reizbarkeit
- innere Unruhe
- Kopfschmerzen
- geringe Belastbarkeit
- Schwindelanfälle
Vorbeugung:
Bei Wechseljahren kann nicht direkt vorgebeugt werden, weil es zum Lebensprozess dazugehört. Es ist dennoch wichtig, rechtzeitige Untersuchungen sowie Behandlungen beim Frauenarzt durchzuführen. Viel Sport, genügend Bewegung, und eine gesunde Vitaminreiche Ernährung mit ausreichen Kalzium können die eingehenden Beschwerden der Wechseljahre lindern.

Wenn möglich, sollte auf ausreichend Schlaf, wenig Stress geachtet , sowie Alkohol- und Rauchkonsum vermieden werden. Saunan und Kältetherapien wirken ebenso sehr unterstützend.
Behandlung:
Bei den Wechseljahren können durch eine Hormonersatztherapie die Beschwerden, welche eventuell die Lebensqualität des Betroffenen einschränken, gelindert werden.
Man unterscheidet dabei zwischen der Monotherapie, wo nur Östrogene eingesetzt werden, und der Kombinationstherapie, bei der eine Kombination aus Östrogenen und Gestagen verabreicht werden.

Durch diese Behandlungsmaßnahmen können ca. 95% der Symptome verbessert werden. Die Depressionen und Reizbarkeiten lassen nach und die geistige Aktivität und das Allgemeinbefinden nimmt wieder zu. Die Behandlung kann in Tabletten, Pflaster, Gel, Zämpfchen, Creme, Injektion oder Spray-Form angewendet werden. Je nachdem wie schwer die Wechseljahre bei dem ein oder anderen auffallen, werden die passenden Mittel veschrieben.
Komplikationen bei unbehandelten Wechseljahren kann z.B. Knochenschwund (Osteoporose) herbeiführen.